Prominenter Besuch bei der dritten Mannschaft des Hamburger SV: Ein ehemaliger Nationalspieler hält sich bei den Rothosen fit. Zudem übergab eine Trainerlegende bei Eintracht Bamberg Trophäen. Die Oberliga-Splitter auf FUSSBALL.DE.
Ex-Nationalspieler macht sich fit: Beim Hamburger SV III , aktuell Tabellenneunter in der Oberliga Hamburg , nahm jetzt erstmals Ex-Nationalspieler Piotr Trochowski am Training teil. Der 35-Jährige, der während seiner Laufbahn 199 Erstligapartien und 35 Länderspiele (zwei Tore) für die DFB-Auswahl absolviert hatte, könnte bei seinem ehemaligen Verein in der Oberliga-Mannschaft ein Comeback in der 5. Liga geben. "Piotr hat einen super Eindruck hinterlassen und sich sehr gut eingefügt", sagt Marcus Rabenhorst, der mit Ex-Nationalspieler Christian Rahn beim HSV III ein gleichberechtigtes Trainergespann bildet, FUSSBALL.DE . Beim Abschiedsspiel von HSV-Legende Rafael van der Vaart lief Trochowski für "Rafas HSV-Allstars" auf. Der Ex-Profi wird auch in den kommenden Wochen an den Trainingseinheiten der dritten Mannschaft teilnehmen, um sich fit zu machen. Sollte das lädierte Knie des Dribbelkünstlers halten, will der 1,69 Meter große Ex-Profi eine Entscheidung über seine Zukunft treffen. Dann wären Trochowski und Ex-Nationalspieler Marcell Jansen (45 Länderspiele/drei Tore), der inzwischen HSV-Präsident ist und regelmäßig für die "Dritte" in der Oberliga aufläuft, möglicherweise wiedervereint. In insgesamt 69 Partien stand das Duo für den Hamburger SV in der Bundesliga auf dem Platz.
Hans Meyer bei Bamberger Ehrung dabei: Bei der Preisverleihung zur "Mannschaft des Jahres" und zum "Tor des Jahres" hatte der FC Eintracht Bamberg aus der Bayernliga Nord gleich doppelten Grund zum Feiern. Bei einer Leserumfrage, die die Mediengruppe Oberfranken und das Fußballmagazin anpfiff gemeinsam durchgeführt hatten, lag das Team von Cheftrainer Michael Hutzler ganz vorne. Eintracht Bamberg hatte den Durchmarsch von der Bezirks- bis in die Bayernliga geschafft und dabei fast nur Spieler eingesetzt, die aus der eigenen Jugendabteilung hervorgegangen waren. Die jeweiligen Trophäen übergaben der ehemalige Bundeligatrainer Hans Meyer, der frühere Nürnberger Profi Thomas Ziemer und die ehemalige Frauen-Nationalspielerin Julia Simic. Eintracht-Torjäger Nicolas Görtler, der im Sommer nach Stationen im Profifußball zu seinem Jugendverein zurückgekehrt war, erzielte außerdem das "Tor des Jahres". Der 29 Jahre alte Stürmer wurde für seinen sehenswerten Treffer ausgezeichnet, den er im Benefizspiel gegen den Regionalligisten SpVgg Oberfranken Bayreuth (2:3) markiert hatte.
Ex-Schützling von Hannes Wolf übernimmt: In der Oberliga Westfalen stellt sich der ASC 09 Dortmund für die nächste Spielzeit neu auf. Emre Konya (38), der unter der Regie des Bundesligatrainers Hannes Wolf (aktuell TV-Experte) zu seiner aktiven Zeit für den ASC gespielt hatte, wird zusammen mit dem bisherigen Sportlichen Leiter Samir Habibovic die sportlichen Geschicke des Vereins leiten. Während Habibovic sich verstärkt um Sponsoring und Marketing kümmern soll, wird Konya das Teammanagement der Oberliga-Mannschaft übernehmen. "Samir Habibovic kenne ich schon seit mehr als 15 Jahren und wir sind immer in Kontakt geblieben", sagt Konya. "Samir und ich hatten schon lange vor, irgendwann mal wieder sportlich etwas zusammen zu machen. Ich freue mich auf die Herausforderung, ab Sommer 2020 in die sportliche Leitung beim ASC 09 Dortmund zu wechseln. Für mich ist es, wie nach Hause zurückzukommen." Aktuell ist Emre Konya noch als Sportlicher Leiter beim benachbarten Verbandsligisten Westfalia Wickede tätig.
"Auf uns kam eine Lawine zugerollt, die wir nicht mehr stoppen konnten"
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Nur noch ein Torhüter im Kader: "Wenn Not am Mann sein sollte, stelle ich mich halt ins Tor", sagt Fabian Hürzeler, Spielertrainer beim FC Pipinsried, vor dem Spiel des souveränen Spitzenreiters der Bayernliga Süd am Samstag (ab 14 Uhr) beim Aufsteiger Türkspor Augsburg FUSSBALL.DE . Hintergrund: Vor dem jüngsten 4:3-Erfolg gegen den SV Donaustauf, dem 13. Sieg in Serie, hatte sich Stammtorhüter Johann Hipper einen Muskelfaserriss zugezogen. Deshalb rückte Ersatztorhüter Sebastian Hollenzer zwischen die Pfosten. Er ist der einzige verbliebene Schlussmann im Kader. "Johann wird zwei bis drei Wochen ausfallen", sagt Hürzeler. Er hofft, dass sich Reservetorhüter Hollenzer jetzt nicht auch noch verletzt, weil sonst ein etatmäßiger Feldspieler aushelfen muss. "Wir wollen unseren guten Lauf auch in Augsburg fortsetzen", sagt der ehemalige FC Bayern-Nachwuchsspieler Hürzeler. "Die Mannschaft ist nie satt und immer hungrig auf neue Erfolge. Wir tragen das Bayern-Gen in uns und wollen jedes Spiel unbedingt gewinnen." Für den Fall der Fälle wird Hürzeler vorsichthalber auch eine Torwartausrüstung in seine Sporttasche packen.
"Dieter" hat einen Lauf: In der NOFV-Oberliga Nord läuft es für Angreifer Djibril N'Diaye, der von den Fans der TSG Neustrelitz liebevoll "Dieter" genannt wird, in dieser Spielzeit wie am Schnürchen. Der 29 Jahre alte Mittelstürmer ist die "Lebensversicherung" der Mecklenburger. Mit acht Treffern nach neun Spielen belegt der jüngere Bruder von Senegal-Nationalspieler Momar N'Diaye (32) und Cousin von Senegal-Nationalspieler Babacar Guèye (33) in der Torjägerliste den dritten Platz hinter Henry Haufe (FC Hansa Rostock II/elf Tore) und Nicolai Matt (Tennis Borussia Berlin/neun). Im direkten Duell mit Haufe gelang Djibril N'Diaye zuletzt der 1:0-Siegtreffer für die TSG Neustrelitz gegen den zuvor noch ungeschlagenen Ex-Bundesligisten Tennis Borussia Berlin .
Elf-Tore-Wahnsinn mit "Lawine": In der Oberliga Schleswig-Holstein wartet Schlusslicht Eckernförder SV auch nach dem zwölften Saisonspiel weiter auf den ersten Sieg. Beim jüngsten Heimspiel gegen den Tabellenzweiten SV Todesfelde (3:8) kamen die Zuschauer beim Elf-Tore-Wahnsinn aber voll auf ihre Kosten. Dabei ging der Aufsteiger, trainiert von Maik Haberlag, durch ein Tor von Mittelfeldspieler Ole Altendorf sogar noch in Führung. Obwohl die Hausherren wenig zuließen, drehten die Gäste aus Todesfelde noch vor der Pause durch Treffer von Morten Liebert Dennis und Studt die Partie. Was danach passierte, hat der 33-jährige Haberlag auch noch nicht so oft erlebt. "In der zweiten Halbzeit haben wir die ganze Klasse des SV Todesfelde zu spüren bekommen", sagte Haberlag dem Portal Sportbuzzer . Der Trainer weiter: "Auf uns kam eine Lawine zugerollt, die wir nicht mehr stoppen konnten." Die Anschlusstreffer von Christopher-Dirk Nommels (75.) und Lars Puphal (90., Foulelfmeter) waren am Ende nicht mehr als Ergebniskosmetik.
Altintops Augsburger am Tabellenende: Nach dem gelungenen Debüt von Ex-Bundesligaprofi Halil Altintop als neuer Trainer beim TSV Schwaben Augsburg in der Bayernliga Süd (2:0 gegen die SpVgg Hankofen-Hailing) konnte das Team des 36-Jährigen nicht mehr nachlegen. Durch die jüngste 2:3-Derbyniederlage vor heimischem Publikum gegen Aufsteiger Türkspor Augsburg, bei der auch FC Augsburgs Kapitän und Altintops Ex-Mitspieler Daniel Baier im Stadion war, ist der TSV Schwaben auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. "Ich habe nach unserer 2:1-Führung nicht mehr gedacht, dass noch viel anbrennt“, sagte Halil Altintop der Augsburger Allgemeinen . Am kommenden Samstag (ab 14 Uhr) wollen die "Schwabenritter" mit einem Sieg im Kellerduell beim Tabellenvorletzten SV Pullach die Rote Laterne an die Gastgeber weiterreichen.